Bund Deutscher Philatelisten e.V. Logo

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Am 6. April 1986 feiert der Verband Niedersächsischer Philatelistenvereine e.V. in Laatzen bei Hannover sein 40 jähriges Bestehen. Als Nachfolgeorganisation des Landesverbandes Hannover im Reichsbund Deutscher Philatelisten könnte er „eigentlich“ schon sein 50-jähriges Jubiläum feiern, denn bereits im Jahre 1936 wurde dieser Verband in Peine aus der Taufe gehoben.
Damaliger Vorsitzender war der Drogeriebesitzer August Bertram aus Hannover; sein Stellvertreter war der Amtsgerichtsrat Herzog aus Braunschweig. Die erste Vertreterversammlung der niedersächsischen Briefmarkensammler-Vereine fand am 18. Juli 1936 im „Luisenhof“ in Hannover statt.

Mit dem Zusammenbruch des Deutschen Reiches im Mai 1945 hatte auch der Reichsbund Deutscher Philatelisten zu bestehen aufgehört. Es galt, einen neuen Dachverband für die vielen Briefmarkensammlervereine innerhalb der drei „Westzonen“ zu konstituieren. Das geschah im Jahre 1946 in Hannover und dieser neue Verband nannte sich fortan „Bund Deutscher Philatelisten e.V.“ Hannover als Gründungsort wurde deshalb gewählt, weil die britische Besetzungsmacht bei der Genehmigung von Vereins – und Verbandsgründungen nicht so streng und kleinliche Maßstäbe anlegte, wie es die amerikanischen beziehungsweise französischen Militärverwaltungsbehörden nur zu oft noch taten.

Im selben Jahr, am 25. April 1946, trafen sich die Vertreter der Briefmarkensammler-Vereine Niedersachsens in Hannover und gründeten den Landesverband Niedersachsens e.V. im Bund Deutscher Philatelisten. Zum 1. Vorsitzenden wurde Willi Grünenbaum gewählt. Als 2. Vorsitzender amtierte August Bertram. Sein wirken war voller Hingabe an die Verbandsarbeit und die damit verbundenen Aufgaben. Auf dem Verbandstag vom 6. Mai 1950 wurde die erste Satzung genehmigt und ins Vereinsregister eingetragen.

Abbildung Briefumschlag des Landesverband Hannover

Dankesschreiben an den Briefmarkenverein Alfeld

Abbildung Einladung zu Großveranstaltung 1948

Postkarte zum Aufruf einer Großveranstaltung 1948 im Hannover


Der Ablauf der Chronik soll hier unterbrochen werden durch die Würdigung eines Mannes, dem der Landesverband Niedersachsen im Hinblick auf seine Entwicklung ganz vom Anfang her viel verdankt. Ein Mann, der seine ganze Kraft, sein ganzes Wissen und sein ganzes Können mit all seinen fachbezogenen Möglichkeiten in den Dienst der Philatelie gestellt hat:


August Bertram

1936
Nach Gründung des Landesverbandes Hannover, im Reichsbund Deutscher Philatelisten dessen 1.Vorsitzender bis 1941.
1938
Verleihung der Silbernen Verdienstnadel des RDPh.
1946
Im neugegründeten Landesverband Niedersachsen im BDPh stellvertr. Landesverbandsvorstehender.
1952
Ehrenmitglied des LV Niedersachsen.
1961
Verleihung der neu geschaffenen Vermeil-Verdienstnadel des BDPh.
1964
Verleihung der Richard-Renner Medaille des BDPh.
Abbildung August Bertram

1. Vorsitzender
Ernst-August Bertram
Geb. 12.2.1891 – † 3. März 1966


Zwei Sonderstempel und Unterschriften von Teilnehmern am 6. Bundestag und 53. Philatelistentag in Braunschweig6. Bundestag Seite 2

Die zwei Sonderstempel und Unterschriften
von Teilnehmern am 6. Bundestag
und 53. Philatelistentag
in Braunschweig am 9. und 10. August 1952

Durch die Folgen der Währungsumstellung im Jahre 1948 mehrten sich die finanziellen Schwierigkeiten, in die der Landesverband geriet. Eine Umordnung war erforderlich. Innerhalb dieser Neuorganisation traten die beiden Vorsitzenden am 10. August 1951 von ihren Ämtern zurück. Am 14. Oktober 1951 übernahmen auf Beschluss des Verbandstages Heinz Hillmer den Vorsitz. Zweiter Vorsitzender wurde Werner Strüver, als Schatzmeister stand ihnen Hans Reinhard zur Seite. Mit energischem Einsatz und großem persönlichen Engagement trieben sie die positive Entwicklung des Landesverbandes voran und haben an seiner soliden und gesicherten Erstarkung wesentlichen Anteil. Mit ihrer stets auf Ausgewogenheit und Ausgleich bedachten Art haben sie es hervorragend verstanden, die mitunter sehr starken Interessengegensätze von Vereinen zum Landesverband auf einen akzeptablen Stand beziehungsweise auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen.
Unter ihrer Leitung wuchs die Zahl der betreuten Vereine auf 45 mit einer Zahl von 2600 Mitgliedern. Nach dreizehn Jahren unermüdlichen Schaffen für den Verband musste Heinz Hillmer im Mai 1964 sein Amt aus Gesundheitsgründen in andere Hände übergeben. Dies geschah in ausgesprochener Harmonie und absoluter Übereinstimmung.

Heinz Lauke als sein Nachfolger konnte, ausgehend von einer sehr guten Basis, die Verbandsgeschäfte noch weiter fortentwickeln. Sein Bemühen um vertrauensvolle Zusammenarbeit mit allen niedersächsischen Briefmarkensammler-Vereinen hatte gute Erfolge zu verzeichnen. wenn man um die Bedeutung des Sprichwortes „Soviel Köpfe, soviel Sinn!“ weiß, dann wird das eigentlich erst so recht deutlich. Was in dieser Hinsicht den ehemaligen Vorständen des Landesverbandes in besonderem Maße trotz mancher Enttäuschung so gut gelungen war, setzte sich unter Heinz Lauke’s Führung in ebenso ersprießlicher weise fort.
Als 2. Vorsitzender fungierte Werner Schultz, der Stets mit Freude und Hingabe seine Pflichten und die Interessen aller im Landesverband zusammengeschlossenen Vereine wahrnahm.
Nach dem Führungswechsel wurde in Anerkennung seine Verdienste um den Landesverband der aus dem Amt geschiedene ehemalige 1. Vorsitzende Heinz Hillmer auf Vorschlag der Vereinsvertreter beim Landesverbandstag in Bückeburg zum Ehrenvorsitzenden gewählt. das wurde mit einer Urkunde besiegelt. Zu Ehrenmitgliedern wurden ernannt Dr. Heinrich Meyerholz, Hans Reinhard und Dr. Rudolf Seichter.

Heinz Lauke ließ es sich angelegen sein, neben der Vereinsbetreuung durch Vorträge sowie Fachberatung auch eine aktive Jury zu schulen. Er intensivierte die Jugendarbeit, richtete Arbeitsgemeinschaften ein und verstärkte die allgemeine Betreuung mit viel Sachkunde und Fachwissen. Besonderes Augenmerk widmete er der Fälschungsbekämpfung. Ganz besonders positiv war zu vermerken, dass die dringend benötigten Ausstellungsgestelle endlich angeschafft werden konnten. Als logische Ergänzung hierzu wurde eine Anleitung für die Planung, Gestaltung und Durchführung von Ausstellungen erarbeitet.
Kurz vor seinem Tod am 27. Oktober 1972 wurde Heinz Lauke vom Bund Deutscher Philatelisten durch die Verleihung der Richard-Renner-Medaille geehrt.

Auf den Verbandstag am 8. April 1973 in der Stadthalle in Hannover wurde ein neuer 1. Vorsitzender gewählt. Er hieß Werner Schultz und er setzte mit noch mehr Eifer fort, was er bereits vorher als 2. Vorsitzender des Landesverbandes Niedersachsens getan hatte. Neuer 2. Vorsitzender wurde Udo Eckart. Werner Schultz wurde 1978 für seine tatkräftige Arbeit seitens des Bundes Deutscher Philatelisten mit der Goldenen Verdienstnadel ausgezeichnet. Leider musste auch er aus Gesundheitsgründen schon im März 1981 den Vorsitz niederlegen. Vorher schon, beim Verbandstag 1977 in Niedernwöhren, war Udo Eckert von seinem Amt als 2. Vorsitzender zurückgetreten. An seine stelle trat für nur kurze Zeit- bis zum 18. August 1977- Gerhard Wilk. Zu diesem Zeitpunkt übernahm dann Ekke Geisel erst kommissarisch und ab 7. Mai 1978 die Position des 2. Vorsitzenden planmäßig durch Wahl beim Verbandstag in Göttingen.

Abbildung Logo 1946 - 1980

1946 – 1980

Abbildung Logo 1980 - 1991

1980 – 1991

Abbildung Logo 1991 - heute

1991 – heute

Abbildung Postkarte Tag der Briefe 1996

Abb. zeigt die Gaststätte Rackebrandt in der 1946 die Gründung
des LV Niedersachsen stattfand.

Nach langjährigen Erörterungen wurde beim Verbandstag 1981 in Hannover die Namensänderung des Landesverbandes in

„ Verband Niedersächsischer Philatelistenvereine e.V.“

beschlossen und in das Vereinsregister beim Amtsgericht Hannover eingetragen.

Als Werner Schultz am 1. März 1981 sein Vorsitz niedergelegt hatte, übernahm Ekke Geisel dieses Amt bis zur nächsten Wahl kommissarisch. Bei der Wahl auf dem Verbandstag 1982 in Holzminden wurde Ekke Geisel als 1. Vorsitzender bestätigt und Hans-Albert Lütjen zu seinem Stellvertreter gewählt.

Beim Verbandstag 1985 in Braunschweig ist der gesamte in Holzminden gewählte Vorstand wiedergewählt worden. Die von den bisherigen Vorgängen geführten Aktivitäten wurden im positiven Sinne fortgesetzt. Dazu gehörte auch die Einrichtung einer größeren Geschäftsstelle in Hannover-Linden, da das bisherige Geschäftszimmer in Hannover-Vahrenwald nicht mehr den Anforderungen des inzwischen auf 76 Vereine mit insgesamt 5200 Mitgliedern angewachsenen Verbande gerecht wurde.


Landesverbands-Vorsitzende seit 1946

Willi Grünenbaum

Willi Grünenbaum

von 1946 bis 1951

Heinz Hillmer

Heinz Hillmer

von 1951 bis 1964

Heinz Lauke

Heinz Lauke

von 1964 bis 1972

Werner Schultz

Werner Schultze

von 1973 bis 1981

Ekke Geisel

Ekke Geisel

von 1981 bis 1988

Gerd Hilbig

Gerd Hilbig

seit 1988 bis Heute


Landesverbandstage des Niedersächsischer Philatelistenvereine e.V.

1. 1947 Celle
2. 1948 Hannover
3. 1949 Hannover
4. 1950 Hannover
5. 1951 Hildesheim
6. 1952 Braunschweig
7. 1953 Osterode
8. 1954 Hannover
9. 1955 Nienburg
10. 1956 Holzminden
11. 1957 Wolfsburg
12. 1958 Soltau
13. 1959 Goslar
14. 1960 Celle
15. 1961 Duderstadt
16. 1962 Hannover
17. 1963 Hildesheim
18. 1964 Bückeburg
19. 1965 Braunschweig
20. 1966 Hannover
21. 1967 Wolfsburg
22. 1968 Barsinghausen
23. 1969 Vienenburg
24. 1970 Uelzen
25. 1971 Hannover
26. 1972 Bad Gandersheim
27. 1973 Hannover
28. 1974 Hameln
29. 1975 Goslar
30. 1976 Northeim
31. 1977 Niedernwöhren
32. 1978 Göttingen
33. 1979 Hannover
34. 1980 Walsrode
35. 1981 Hannover
36. 1982 Holzminden
37. 1983 Lüchow
38. 1984 Hardegsen
39. 1985 Braunschweig
40. 1986 Laatzen
41. 1987 Wolfsburg
42. 1988 Barsinghausen
43. 1989 Bückeburg
44. 1990 Fallingbostel
45. 1991 Hameln
46. 1992 Celle
47. 1993 Wolfenbüttel
48. 1994 Hannover
49. 1995 Rinteln
50. 1996 Laatzen
51. 1997 Wolfsburg
52. 1998 Salzgitter
53. 2000 Delligsen
54. 2002 Burgdorf
55. 2004 Hannover
56. 2006 Hannover
57. 2008 Schneverdingen
58. 2010 Hannover
59. 2012 Burgdorf
60. 2014 Schöppenstedt
61. 2016 Königslutter
62.

Die Verbandssatzung